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Tchau 2025. Danke für alles. Es war wild und bewegend. 2025 hat viele von uns herausgefordert. Auch mich hat es zu Bewegung eingeladen. Zu Perspektivwechsel und zum Reisen. Jahreswechsel und Jahreszyklus sind Bewegungen, so wie alles Bewegung ist. Bewegung ist die Basis von Lebendigkeit. Doch zunächst hat das neue Jahr uns in Winterruhe eingeladen. Eine Stille, die gleichzeitig voller Leben ist.

DAS JAHR ALS KREIS

Wir schreiben jetzt das Jahr 2026. Und 2025 haben wir verabschiedet.

Unsere Gesellschaft denkt überwiegend in linearer Weise. Etwas beginnt und endet. Wir wollen und sollen Ziele erreichen. Aus der Glücksforschung ist heute auch bekannt, dass nach der Erreichung der Ziele, die Zufriedenheit nur kurz bleibt. Wir lieben es uns auf etwas zuzubewegen und im Grunde lieben wir den Weg. Wir lieben zu tun, zu sein und zu wirken. Die lineare Denkweise allerdings, hat das erfolgreiche Ende als maximales Ziel. Und danach? Danach bleibt manchmal Leere zurück. Ein Kreis nimmt das Ziel direkt in die nächste Phase und Ebene. Darin ist direkt die nächste „Etappe“ enthalten. Es gibt also kein abruptes Ende.

Auch hier im Jahreswechsel haben wir offiziell erneut das lineare Denken mit dem aktuellen Kalender. Und ja, Dank dem aktuellen Kalender sind wir in der Lage eine übereinstimmende Zeit zu verabreden und uns zu treffen.

Gleichwohl, wenn wir davon ausgehen, dass alles ein Kreis ist, dann gibt es keinen Anfang und kein Ende. Dennoch können den Fokus immer konkret auf das legen was jetzt grade ist.

Die Reise zu den native Amerikans, die ich im September machen konnte hat mich wieder erinnern lassen, dass auch wir voller Ursprünge und Rückverbindung sind. Dass auch wir, hier in Europa Bezug zu dieser Erde haben. Dass auch wir mit ihren Rhythmen und Kräften leben. Dass uns dies als Menschen dieses Planeten eint. Wir sind Natur. Wir sind aus demselben Material wie die Erde. Auf dieser Reise habe ich mich erinnert, dass ich immer schon danach gelebt habe. Dass ich immer schon den Puls und den Zyklus des Jahres wahrnehmen konnte, genauso wie vermutlich du auch. Ich bin dieser Reise und 2025 sooo dankbar.

Es gibt seit einiger Zeit eine große Bewegung zurück zu diesen alten Jahreszyklus- Ritualen. Doch mal ehrlich, niemand möchte “ zurück“ in alte Zeiten. Wir leben hier in diesem Bewußsteinsstrom. ( auch wenn ich überzeugt bin, dass andere Zeitlinien parallel existieren- aber dazu ein andermal). Jedoch, wohin wir uns sehnen, in der Dichte, der Schnelligkeit und der Ablenkung in unserer Zeit, ist eine Rückverbindung zum großen Ganzen und wir ahnen, dass Menschen in anderen Zeiten diesen Zugang hatten.

Wir sehnen uns, uns zugehörig zu fühlen zur Erde, Sonnenstand und Mondzyklen, den Kräutern und Pflanzen. Das lineare Denken mit Anfang und Ende und mit Weiter und Besser erschöpft und schwächt uns. Aus meiner jetzigen Perspektive können wir jetzt das alte Wissen nehmen, uns erinnern, und in neuer Weise, passend zu dieser heutigen, besonderen und komplexen Zeit, hinein weben. Das Alte und das Neue und das Universelle ( das in diesen Zeiten so klar und faszinierend aus der Tiefe wieder sichtbar wird) zu einem „Zopf“ flechten.

DER JETZIGE ABSCHNITT

Also lasst uns nicht streiten wann denn nun der „richtige“ Anfang ist. Wir brauchen nicht noch eine „Spaltungsdebatte“. Lass uns vielmehr schauen wofür dieser Abschnitt des Jahreskreises uns einlädt.

In der Flow- Forschung weiß man heute, dass einem lebendigen Erschaffensmodus immer eine Stille vorausgeht. Eine Phase in der sich das Neue im Geistigen und im Energetischen formt. Noch bevor es sich wirklich zeigt, noch bevor die Handlung startet. Sogar noch bevor die Absicht klar ist, was du tun willst.

Mit der Wintersonnwende ( und im übertragenen Sinn mit unserem Weihnachten) hat sich das Licht, aus der nährenden und gebärenden Dunkelheit wieder neu geboren. Wie aus einer Gebärmutter. Dieses Lichtfeld beinhaltet alles, alle Fäden, die du weiterspinnen kannst oder auch nicht.

Es ist eine Zeit, in der die alten Türen zu, und die neuen Türen noch nicht wirklich auf sind. Es ist eine Phase, in der wir das Nervensystem entlasten und balancieren. In der wir von Kontrolle auf Kohärenz schalten. Also von Spannung zu Offenheit und Vertrauen. Im klassischen „Überlebensmodus“ kann diese energetische und neuronale Grundhaltung gar nicht geschehen.

Wir sind jetzt also im Modus von „Empfangen“ von still sein und wenn du genau beobachtest ( dazu brauchst du bildschirmfreie Zeiten, Ruhe und „Nichts“ tun) dann erkennst du, dass dir vermutlich nicht in den Sinn kommt, dass du Box- Weltmeisterin sein könntest oder Ballerina Star, sondern dass du Fäden spinnst, die irgendwie mit dir zu tun haben könnten, richtig?

Noch brauchst du nichts tun. Nur empfangen. Nur die Sinne öffnen in der Stille. Die Pflanze ist immer noch im Rückzug. Wenn sie eine Rose ist, weiß sie, dass sie keine Kohlrabi sein wird. Aber sie lässt alles noch offen wie die Rose in diesem Zyklus sein könnte. Nicht auszudenken, wenn sie jetzt ihre Triebe hochfahren würde, nicht wahr?

ALLES IST RHYTHMUS

Diese Zyklen existieren nicht nur im großen Jahreskreis. Sie existieren in jeder Handlung, die du tust. Nehmen wir an, du möchtest einen Text schreiben, oder deinen Kleiderschrank aufräumen. Dann gibst du dir selbst einen Moment im scheinbaren Nichts, aus dem der Impuls sich gebären kann. Aus der “ Gebärmutter“ . Es formt sich ein Gefühl vom geschriebenen Text, vom aufgeräumten Kleiderschrank.

Mit dem Impuls baust du also schon ein Feld auf von seinem Erfüllt- Sein. Es ist wie das Licht, der Wintersonnwende, es enthält bereits alles. Dann beginnst du diesen Faden weiterzuspinnen. Aus dem Impuls beginnen Bewegungen. Im Jahreszyklus wäre das die Imbolc Energie, wenn der Same im Boden beginnt zu keimen. ( im Jahreskreis um den 2.Febrauar) Und so geht die Idee weiter, und weiter in die Verwirklichung bis zu einem Höhepunkt, einer Ernte und wieder einem Ruhen.

Mit dieser zyklischen Lebensweise geht ein Eingebunden Sein einher, in etwas das größer ist als der menschliche Verstand. ( den ich sehr ehre, der aber nicht die Hauptinstanz ist). Wir können uns einlassen auf ein Feld von Weisheit und Erschaffenskraft, die in allen Zeitlinien existent ist. Die sich hier, während wir im Körper sind, in allen Zellen befindet. Mit ihr leben wir jeden Tag. Sie ist zeitlos, überdauert und fließt weiter in die nächste Phase. Wie der Rhythmus der Pflanzen uns das zeigt.

Im linearen Denken gibt es ein Ende und der Angst davor. Hierfür haben wir Sicherheitsanker eingebaut, außerhalb von uns. Wenn wir gut genug sind, alles richtig gemacht haben, brav genug waren, dann….

IM KREIS BLEIBT ALLES ENTHALTEN- ES VERWANDELT SICH

Was, wenn der Anker innerhalb dir selbst aktiv ist? Innerhalb deiner Zellen und all deiner Ausdrucksebenen. Wenn diese Kraft, die alles zusammenhält, alles durchscheinen würde wie reines Gold? Was wäre, wenn wir nicht erst ganz brav sein müssten, alles „richtig“ machen müssten, sondern wenn wir das von Natur aus, von Anfang an bereits sind?

Das ändert alles. Richtig?

Da kommt Freude auf. Freude an der Bewegung deiner Impulse, deiner Gedanken, deiner Gefühle, deiner Emotionen, deiner Handlungen. Da darf das Leben selbst sein, jetzt, mit Allem. Um des Lebens willen, für den Ausdruck an sich. Da musst du nicht zuerst gut sein und dann am Ende irgendwo hin gelangen. Ohne Limitierung, das ganze wilde echte SEIN.

Das Leben hat so viele Aspekte, Geschichten, Erfahrungen und Gefühle. Wir durchleben sie. Sie kommen und gehen. Wir sind kein Lagerplatz. Wir sind Bewegung. Bewegung ist Lebendigkeit.

BEWEGUNG IST LEBEN

Bewegung ist der Motor mit dem wir all die Geschichten und die Erfahrungen „verstollwechseln“. Die Essenz davon nehmen wir in uns auf. Aber wir speichern nicht die Geschichten!

Bewegung bedeutet auch Gedanken, Emotionen, Muskeln, Gelenke und Faszien, Atem und Ausrichtung zu bewegen. Wir bleiben nicht darin sitzen, damit die „Verstoffwechselung“ aktiv sein kann. Bewegung ist alles. Bewegung ist Leben.

Und ja, eines Tages hört die Bewegung mit diesem Körper auf. Und bis dahin, nutzen wir dieses Geschenk, dieses Wunder und diese, wirklich unglaublichen Möglichkeiten der Bewegung auf allen Ebenen. Wenn wir uns selbst in diese großen und kleinen Zyklen hinein bewegen, sind wir rückverbunden.

Wenn du dir ein Sandkorn an einem Strand vorstellst und davon mal rauszoomst, zum ganzen Strand, ganzen Land, ganzen Kontinent, ganzer Erde, weites Sonnensystem, weites Universum, andere Sonnensysteme…….und von dort wieder alles zurückzoomst bis zum Sandkorn, in die Moleküle des Sandkorns, zu den Atomen und kleinsten Teilen, in diese weiter reinzoomst findest du ein weiteres Micro Universum. Wenn du das mit einer deinen Zellen durchspielst und mit den Bildern wie die Strukturen deiner Lunge, deiner Organe in Strukturen der Erde und des Universums sich wieder finden, wirst du vermutlich sehr berührt sein.

Das Berührt-Sein weitet und lässt das Leben rein. Es ist in diesem Körper endlich. Also lassen wir es zu. Entgegen aller Angst und anerzogener Limitierung.

Diese Weite lässt uns Wissen und Fühlen, dass das GOLD in allem wirkt und sich in allem ausdrückt. Es will sich ausdrücken. Das geht nicht in Stagnation und dem Wegdrücken von Emotion und in Ablenkung. Aber es geht in lebendiger Stille. Und in lebendiger Bewegung.

Wenn wir den Körper bewegen und damit das faszinierende System der Faszien (die Emotionen speichern) , bewegen wir auch die Gedanken und Emotionen. Wir bewegen unsere Geschichten. Wir „verstoffwechseln“ auf allen Ebenen. Und leben. Es gibt so viele Menschen, die „eingefroren“ wirken, die immer das selbe sagen, die vieles in die Zukunft projizieren und auf andere. Und damit Bewusstsein, Aufmerksamkeit und Selbstwirksamkeit hergeben .

Bewusstsein und Präsenz gibt Bewegung die Hand. So lange du in diesem Körper lebst, bewegst du dich. Auch wenn du körperliche Einschränkungen hast, solange du atmest bist du in Bewegung. Schaue welche Körperbereiche lassen sich aktuell wie bewegen und beginne. Denn dein JETZT ist ALLES. Ein ganzes Universum.

INNERGOLD will genau das. Dass du um dein inneres Gold und den großen Raum in dir weißt und dich damit bewegst. Dass du deinen Körper, deine Überzeugungen, deine Geschichten und deine Muster bewegst und Freude an deinem besondern Ausdruck hast. Wenn jede/r Einzelne diese Form von „Verstoffwechselung“ lebt, sind wir einander in der Begegnung Spiegel und Geschenk.

EIN FROHES NEUES JA

zu einem großartig, lebendigen, wilden und weiten 2026, im freien Ausdruck deiner Freude, Schönheit und Stimmigkeit, wünsche ich dir von Herzen.

herzlichst in Verbundenheit Marietta